Was ist Integrative Therapie?

Die Integrative Therapie nach Hilarion Petzold ist ein modernes, wissenschaftlich fundiertes und schulenübergreifendes psychotherapeutisches Verfahren. Sie versteht den Menschen in seiner Leiblichkeit, Psyche, seinen Beziehungen und seiner Lebenswelt und betrachtet psychische Beschwerden immer auch im Zusammenhang mit der persönlichen Lebensgeschichte und den aktuellen Lebensbedingungen.

Die Integrative Therapie verbindet unterschiedliche psychotherapeutische und wissenschaftliche Perspektiven – unter anderem aus Psychoanalyse, Gestalttherapie, Psychodrama, Körper- und Bewegungstherapie sowie phänomenologischen und sozialwissenschaftlichen Ansätzen. Diese werden nicht einfach nebeneinandergestellt, sondern in einem eigenständigen theoretischen Rahmen miteinander verbunden und je nach Situation gezielt eingesetzt.

Neben der Linderung von Beschwerden geht es darum, Zusammenhänge zu verstehen, Ressourcen zu entdecken und neue Möglichkeiten für Entwicklung und Veränderung zu eröffnen. Dabei kann neben dem Gespräch auch das körperliche Erleben, Bewegung, Wahrnehmung oder kreative Ausdrucksformen einbezogen werden – immer orientiert an der jeweiligen Person und dem, was im therapeutischen Prozess gerade hilfreich und sinnvoll ist.

Wann kann Psychotherapie unterstützen?

Bei Krisen und Umbruchphasen

Wenn Sie sich in einer belastenden Lebenskrise befinden, etwa durch Trennung, Verlust oder Arbeitslosigkeit. Bei traumatischen Erfahrungen, familiären Konflikten oder überfordernden Lebenssituation.

Leib & Seele (Psychosomatik)

Wenn Sie unter körperlichen Beschwerden leiden (z. B. Schmerzen, Magen-Darm-Probleme), für die es keine rein organische Erklärung gibt. Wenn Sie sich erschöpft, ausgebrannt (Burn-out) oder ständig überfordert fühlen, oder Schlafstörungen Ihnen die nötige Erholung rauben.

Emotionale Belastungen & Erkrankungen

Wenn Gefühle von Niedergeschlagenheit, Antriebslosigkeit oder tiefer Sinnlosigkeit Ihren Alltag bestimmen oder Ängste, Panikattacken oder Zwänge Ihren Freiraum einschränken. Wenn Sie von Scham- und Schuldgefühlen geplagt werden, über die Sie bisher mit niemandem sprechen konnten.

Wenn Suchtverhalten (Alkohol, Medikamente, digitale Medien etc.) zum Problem wird.

Was kostet eine Psychotherapie bei Ihnen?

Das Honorar beträgt 90 Euro pro 50-minütige Einheit. Da ich mich derzeit in Ausbildung unter Supervision befinde und daher nicht bei allen gesetzlichen Krankenversicherungsträgern ein Kostenzuschuss möglich ist, habe ich mein Honorar bewusst entsprechend reduziert, um Psychotherapie möglichst leistbar zu gestalten.

Bei bestimmten privaten oder betrieblichen Krankenversicherungen sowie Zusatzversicherungen kann eine Kostenübernahme bzw. ein Zuschuss möglich sein. Ob und in welchem Umfang Kosten übernommen werden, klären Sie bitte direkt mit Ihrem jeweiligen Versicherungsträger.

Können Sie Medikamente verschreiben oder Diagnosen erstellen?

Als Psychotherapeut begleite ich Sie bei der seelischen Aufarbeitung, persönlichen Weiterentwicklung und Bewältigung von Lebenskrisen. Bitte beachten Sie, dass ich keine Medikamente oder Psychopharmaka verschreibe und keine klinischen Diagnosen erstelle. Wenden Sie sich dafür bitte an eine Fachärztin / einen Facharzt für Psychiatrie bzw. an eine Klinische Psychologin / einen Klinischen Psychologen.

Was bedeutet „Psychotherapeut in Ausbildung unter Supervision“?

In einer fortgeschrittenen Phase einer psychotherapeutischen Ausbildung ist man berechtigt, selbstständig mit Patient*innen und Klient*innen zu arbeiten – begleitet durch regelmäßige fachliche Supervision.

Wie läuft eine typische Therapiesitzung ab?

In einem Erstgespräch werden Anliegen, Ziele geklärt und ob eine gemeinsame Arbeit sinnvoll erscheint. Die weiteren Sitzungen finden regelmäßig (in der Regel wöchentlich) statt und dauern jeweils 50 Minuten. Die Dauer einer Therapie ist individuell – sie kann wenige Wochen bis mehrere Monate oder länger dauern.

Absageregelung / Ausfallhonorar

Psychotherapie ist ein prozesshafter Behandlungsvorgang, bei dem regelmäßige Termine wesentlich für den Therapieerfolg sind. Vereinbarte Termine sollen bei Verhinderung so früh wie möglich abgesagt werden. Eine kostenfreie Absage ist bis spätestens 48 Stunden vor dem vereinbarten Termin möglich. Bei einer späteren Absage oder bei Nichterscheinen wird das vereinbarte Honorar verrechnet. Im Falle einer Erkrankung entfällt das Ausfallhonorar auch bei kurzfristiger Absage, sofern eine ärztliche Krankmeldung vorgelegt wird.

Das richtige Setting

  • Einzeltherapie
  • Paartherapie
  • Familientherapie
  • Gruppentherapie
  • Walk & Talk
  • Online Therapie